Kunst und Marketing – keine Gegensätze, vielmehr zwei Zugänge ` Öffentlichkeit´ zu generieren bzw. anzusprechen. Kunst macht Freude, Kommunikation macht Freude. Und beides zusammen noch viel mehr …
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D i e Ä s t h e t i k p o s i t i o n i e r t d a s
I n d i v id u u m f ü r K o m m u n i k a t i o n.
Theodir Adorno sieht in der ästhetischen Erfahrung das Potential eigene Sichtweisen zu hinterfragen, die Chance mit eingefahrenen Verstehensmustern zu brechen. Denn die Kunst initiiert eine offene Gesprächskultur, die Basis für jegliches Gelingen von Verständigung und Vermittlung bedeutet.
Wenn Kunst und Kommunikation einander treffen, ist somit oft von einer `Ästhetisierung´ des Kommunikationsbegriff´s die Rede – was bedeutet, dass gerade das Einlassen auf Kunst, das Zulassen einer Auseinandersetzung mit differenzierten Wahrnehmungssträngen eine Schärfung des Kommunikationsverständnisses eröffnet: Das bewusste Reflektieren einer neuartigen, vielleicht irritierenden Wahrnehmungsperspektive, das Einbringen und Überprüfen eigener Erfahrungsmodi und folgliche Aushandeln und Konstruieren von Bedeutungen weist erstaunliche Parallelen zu kommunikativen Abläufen auf und ermöglicht Kommunikation als aktiven Prozess der (Selbst-)Sozialisation zu begreifen.
Der Dialog mit Kunst eröffnet somit ein prototypisches Kommunikationsfeld, das die Zuhörenden/Rezipierenden in einen Sog der Herstellung einer gemeinsamen Basis* zwischen Kunstwerk und BetrachterIn zieht.
(Buchtipp: Dirk Bäcker: Kommunikation)
Diesen `Sog´ macht sich die Theorie der `Integrierten Kommunikation´ zu nutze, wenn sie Prinzipien der Gestalttheorie auf erfolgreiche Kommunikation und Markenbildung überträgt: Übersummativität (Abstimmung einzelner Botschaften auf das übergeordnete ins sich selbst eigenständige Ganze), Prägnanz (als Eindeutigkeit, Fokussierung und Reduktion auf eine Kernbotschaft), Gleichartigkeit (durch das Schaffe von Verbindungslinien nicht konvergenter Elemente), Nähe (als zur Wahrnehmung notwendige Dichte an Einzelbotschaften, die singulär mit dem "Ganzen" in Verbindung gebracht werden), Geschlossenheit (der Vermittlungsansätze) sowie das Gesetz der Erfahrung (als Anknpüfen an persönliche Erlebnisse). Der Begriff `Integrierte Kommunikation´ orientiert sich dabei an dem Ursprungsgehalt des lat. communicare: teilen, mitteilen, teilnehmen lassen; gemeinsam machen, vereinigen und sucht in einer planvollen Abstimmung aller Marketing-/und PR-Massnahmen einen zweiseitigen und – analog der Kunst - offenen Kommunikationsprozess zu initiieren.
(Buchtipp: Manfred Bruhn - Integrierte Unternehmens- und Markenkommunikation)
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